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NCB goes USA

 

Im September 2011 war ich mit meinen Eltern wiedermal auf einer Adventure-Reise durch die USA unterwegs.

Wir starteten in Washington D.C., wo wir die kulturellen Highlights besichtigten und bei einem Morgenlauf vorbei am White House und Washington Monument die Stadt erkundeten.

Weiter ging es mit dem Auto entlang der Ostküste nach Florida, genauer nach Daytona Beach. Auf der ca. 2800 km langen Strecke legten wir an diversen Stränden und Shoppingmalls Zwischenstopps ein.

Daytona Beach ist einer der wenigen Strände, die man mit dem Auto befahren darf und das war natürlich ein sehr leiwandes Gefühl und wurde natürlich zelebriert. Aber nicht nur am Strand drehte sich dort alles ums Autofahren, sondern auch abseits. Wir besuchten die NASCAR Rennstrecke und genossen von den Rängen aus den Blick auf die beeindruckenden Steilkurven. Von Daytona gings dann ins Landesinnere und über Orlando in Richtung Westküste von Florida. In der Nähe von Orlando nahmen mein Papa und ich an einem 5km Lauf teil.

Wie jedes Mal, wenn wir in den USA sind, war auch diesmal wieder ein kleiner Wettkampf Pflicht. Ausgeruht, ohne Druck, aber dennoch topmotiviert fuhren wir um 06.00 Uhr in der Früh von unserem Hotel in Richtung Lake Apopka, wo neben dem 5K Run auch ein Triathlon stattfand.

Vor dem Wettkampf war deutlich zu bemerken, wie materialistisch der europäische Sport im Gegensatz zum amerikanischen ist. Während bei uns jeder das Beste vom besten Material haben „muss“, steht in den USA noch die körperliche Fitness und vor allem der Spaß am Sport an erster Stelle.

Das beeindruckende war die Prozedere vor dem Start. Bevor der Startschuss für den ersten Triathlonbewerb fiel, spielte es die amerikanische Nationalhymne, was sogar für Nicht-Amerikaner jedes Mal ein sehr bewegender Moment ist.

Pünktlich um 08.00 Uhr wurde dann unser 5km Lauf gestartet. In einem Teilnehmerfeld von etwa 40 Amerikanern war also auch Österreich und das NCB-TriTeam mit zwei Mann vertreten.

Vor allem die amerikanischen Damen sprinteten nahezu vom Start weg, was mich kurzfristig etwas verblüffte. Es war eine Runde mit einem Anstieg am Anfang zu laufen. Die amerikanischen Ladies übernahmen von Anfang an die Kontrolle über das Rennen, aber ich konnte folgen. Nach dem ersten Anstieg fühlte ich mich noch immer sehr gut und beschloss nach vorne zu laufen – das Gefühl an der Spitze zu laufen wars wert ;)

Ich folgte dem Führungsradfahrer, der die Lokalmatadorin hinter mir ständig anfeuerte und wagte keinen Blick zurück. Entlang des Sees ging es zum zweiten Wendepunkt und der Siegeswille in mir wurde immer größer. Auf der letzten Geraden musste auch der Führungsradfahrer anerkennen, dass diesmal kein Amerikaner gewinnen wird und gratulierte mir noch auf der Strecke.

Unglaublich, aber wahr: Ich habe gewonnen! J

Hinter mir folgten ein paar wirkliche stark Amerikanerinnen, ehe mein Papa als gesamt zweiter Mann, der das Feld von hinten aufgerollte hatte, das Ziel erreichte. Ich konnte es kaum glauben, aber wir sind Erster und Zweiter geworden.

Es war auf jeden Fall ein außergewöhnliches Erlebnis und ich kann nur jedem, der in die USA fährt, empfehlen, bei einem Sportwettkampf teilzunehmen! Die Krönung des NCB-Doppelsieges waren aber dann die Worte des Platzsprechers:

„I can’t believe it – the Austrians beat the Americans!“

 

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